Crossmodal

Dass die Sinnesmodalitäten nicht unabhängig voneinander sind, weiß man über die Synästhesien: Manche Personen sehen z. B. beim Hören von Musik Farben. Jetzt hat der Psychologe Charles Spence Wechselwirkungen zwischen Sehen und Schmecken nachgewiesen. Personen bekommen beim Essen eine Augmented-Reality-Brille aufgesetzt, die das echte Gericht mit einem digital erzeugten Bild überlagern. Die Folge: Ein einfacher Fisch schmeckte wie ein Thunfisch, wenn die Esser einen Thunfisch auf dem Teller sahen. Der Psychologe findet seine Forschung zukunftsweisend: Wenn der Thunfisch einmal ausgestorben ist, kann man seinen Geschmack auf diese Weise reaktivieren, vorausgesetzt er ist noch im Gedächtnis gespeichert. (18.03.2015)

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Lecker Thunfisch mit passender Brille? Quelle: Ra Boe, Wikimedia Commons

Ein Kommentar zu Crossmodal

  1. wolfgang scherer 23. März 2015 at 0:23 #

    Die Essiggurken zumindest ziehen alles in meinem Mund zusammen. Dann doch lieber Thunfisch.

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