Gilfen

Wieder einmal ein Wort, das mir im Schwäbischen Tagblatt aufgefallen ist und wohl auch nur hier verstanden wird: gilfen. Im Duden oder im Wortschatz der Universität Leipzig ist das Verb nicht zu finden, wohl aber im Grimm’schen Wörterbuch. Es stammt ursprünglich aus dem Altniederländischen und ist mundartlich besonders im Schwäbischen verbreitet. Seine Bedeutung: eine Mischung aus schreien, jammern, schluchzen. Einen Beleg bei Hans Sachs: „umb hilff ich gilff zu dir, Christe.“ Nach den Grimm’s „im neueren schriftum nur noch als lautmalendes wort für helles, hohes, klagendes schreien von tieren.“ Im Schwäbischen gilfen allerdings auch Menschen. (10.11.2017)

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