Wörter als Marken

Es kommen immer mehr Wörter auf, die bewusst die korrekte Rechtschreibung verletzen. Es begann mit dem phallisch aufragenden Binnen-I einer der feministischen Linguistik, es folgte die Deutsche Bahn mit ServicePoint oder BahnCard. Der Kulturredakteur der Schwäbischen Tagblatts, Peter Ertle, hat in einer Glosse am 31.11. etliche Beispiele im Tübinger Umfeld aufgespießt: ChocolART; arTÜthek, BachChor, Ract!festival, wohn_zimmer. Alles Verletzungen der Rechtschreibung, denn Großbuchstaben sind nur am Anfang eines Wortes möglich und Satzzeichen grenzen Satzglieder ab. Die Wörter sollen auffallen, sie werden zur Marke, die unverwechselbar sein soll: „Gut getauft verkauft sich gut“ so der Slogan einer Agentur, die markentypische Sprachen entwickelt: Brand Language, Wording, Corporate Language. Andere Beispiele sind BiFi oder ChocOlé. (23.12.2015)

Ein Kommentar zu Wörter als Marken

  1. Max Steinacher 23. Dezember 2015 at 18:21 #

    Will uns da jemand unser lieb gewordenes Xmas wieder wegnehmen, aber aber….

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