Gebürstet

In einem Alltagsgespräch fällt die Formulierung, dass die französischen Schüler und Schülerinnen „auf Krawall gebürstet“ sind. Woher stammt der Ausdruck? Viele Felltiere, z.B. Hunde und Katzen, sträuben ihr Fell, wenn Gefahr droht oder sie in Erregung geraten. Evolutionär macht das Sinn, denn mit aufgestelltem Haar wirken die Tiere größer und bedrohlicher. Unsere Gänsehaut ist ein Relikt dieser Körperreaktion, die von dem Hormon Adrenalin ausgelöst wird. Das Fachwort: Piloerketion. Wenn ein Hund die Nacken- und Rückenhaare aufstellt, dann macht er im Volksmund eine Bürste und zeigt damit an, dass er stark erregt ist, das kann Aggressionsbereitschaft anzeigen, muss es aber nicht zwangsläufig. (23.10.2026)

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