Of all affairs,
communication is the most wonderful.

John Dewey

 

Willkommen!

Mein Blog beschreibt, analysiert und bewertet Phänomene unserer Kommunikationskultur. Er soll die Augen und die Ohren für unsere sprachliche und visuelle Umwelt schärfen. Für mich ist er eine zwanglose Spielwiese für zufällige Entdeckungen und anfallende Gedanken. Man kann meinen Blog abonnieren.

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Intimacy coordinator

Viele Schauspieler und Schauspielerinnen haben berichtet, dass für sie Sexszenen recht unangenehm und peinlich sind. Wem macht es auch schon Spaß, vor laufenden Kameras und dem Aufnahmestaff intim zu werden, zudem oft für viele Takes hintereinander. Eine Liebesszene ist ein psychisch schwierige Kommunikation zwischen den Akteuren.

Seit 2016 gibt es im Staff die Rolle des Intimacy coordinator, nicht zu verwechseln mit dem Intimacy choreographer, die oder die den Ablauf der intimen Szenen entwirft. Der Koordinator ist eine Art Supervisor, der auf das Einhalten bestimmter Regeln achtet:

  • Sinn und Stellenwert der erotischen Szene in der Story muss allen Beteiligten klar sein.
  • Die Akteure müssen der vorher festgelegten Choreografie und auch dem Grad der Nacktheit zustimmen.
  • Die Akteure dürfen mit einem Zeichen signalisieren, wenn sie die Aufnahme unterbrechen wollen.
  • Die Akteure werden vor und nach der Szene betreut, vor allen wenn es um Gewalt oder starke Gefühle geht

Meine liebste Sexszene läuft in „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ zwischen Julie Christie und Donald Sutherland ab (Regie Nicloas Roeg, 1974). Sie ist so eindrücklich, dass Publikum und Kritiker sie für real und nicht gespielt hielten. Die Darsteller haben das vehement dementiert.

Übrigens: Wenn ein oder eine Intimacy Coordinator gerade nicht für einen Film gebraucht wird, könnte er oder sie in vielen Schlafzimmern hilfreich wirken. (18.01.2020)

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Adieu Plastiktüte

Unter diesem Titel werden im Museum für Alltagskultur im Schloss Waldenbuch zwei Privatsammlungen mit insgesamt fast 50.000 Plastiktüten gezeigt, nicht alle auf einmal, sondern alle vier Wochen eine Auswahl zu unterschiedlichen Themen.

Am 1.6.2016 habe ich in einem Beitrag über Papiertüten das Ende der Plastiktüte angekündigt, dass es aber so schnell gehen würde, das habe ich nicht geahnt. Heute wird man im Supermarkt, Kaufhaus oder Wochenmarkt schief angeschaut, wenn man eine Plastiktüte verlangt. Plastiktüten sind zum Symbol der Konsum- und Wegwerfgesellschaft geworden, mit denen man als Werbeträger in der Öffentlichkeit herumgelaufen ist. Auslöser waren die schockierenden Fotos von riesigen Wolken von Plastik in unsere Ozeanen.

Sehr schön, dass einige Personen auf die Idee gekommen sind, diese Kulturobjekte zu sammeln. Die Tüten sind oft grafisch anspruchsvoll gestaltet, mit Bildern, Logos, Schriftzügen, Claims. Wie bei vielen Gegenständen des Alltags sind die Designer meist vergessen. (16.01.2020)

Plastiktüten an den Wänden, auf den Krabbeltischen und in Plastikcontainern. Fotos: St.-P. Ballstaedt

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Drachenschlange

Alfa Romeo ist nicht nur ein schöner Name für einen Autobauer, das Firmenlogo ist auch etwas Besonderes. Ein Exemplar habe ich an einer Garagentür in Tübingen gefunden. Seit 1910 gab es sechs Versionen des Logos, wie so oft von konkreter zu schematisierter Darstellung, dieses Logo verzierte die Autos  von 1972 bis 1999.

Ein blauer Kreis mit dem Firmen-Schriftzug, darin ein zweigeteilter Kreis. Links das rote Kreuz ist das Stadtwappen von Mailand, rechts ist eine drachenartige Schlange oder ein schlangenartiger Drachen abgebildet, die oder der – und da muss man genau hinschauen – eine menschliche Figur im Maul hat. Diese Darstellung stammt aus dem Wappen der mächtigen Familie Visconti aus Mailand. Das Tier heißt im Italienischen Biscione. Die Herkunft der Darstellung ist unklar, es gibt verschiedene Deutungen. Eine Variante behauptet, dass die Person nicht verschlungen, sondern ausgewürgt oder eleganter aus dem Maul geboren wird. Auf der Homepage der Firma liest man aber, dass es sich um eine „feindverschlingende Drachenschlange“ handelt. (10.01.2020)

Biscione auf dem Wappen der Visconti am Piazza del Duomo in Mailand. Das Schlangendrachenmotiv auf dem Logo von Alfa Romeo an einer Tübinger Garage. Quellen: Wikimedia Commons, Giovanni dall’orto; St.-P. Ballstaedt.

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Hass-Sprache

Natürlich müssen Beleidigungen, Aufrufe zur Gewalt, Morddrohungen, Holocaustleugungen usw, die in der analogen Kommunikation unter Strafe stehen, auch in der digitalen Welt verfolgt werden. Sie darf kein rechtsfreier Raum sein. Deshalb ist die geplante Verschärfung des Strafrechts konsequent. Anonyme Hetze ist widerlich und inhuman. Nur zwei Bedenken: Die Grauzone zwischen erlaubten Sätzen und kriminellen Sätzen ist echt groß und schwer bestimmbar. Wer zieht die Grenze? Man denke nur an die Bezeichnungen für Frau Künast, die von der Justiz als freie Meinungsäußerungen durchgewinkt wurden. Als Kommunikationswissenschaftler ist mir bei Sprachverboten aber grundsätzlich nicht ganz wohl. Durch Sprachverbote und Löschen von Beiträgen verschwindet der Hass ja nicht, er wird nur einer Ausdrucksform beraubt und in den Untergrund verwiesen. Mir ist es allemal lieber, ich kann erkennen, von welchen Gesinnungen und Mentalitäten ich umgeben bin.

Einen ganz anderen Blick auf die Hass-Sprache hat der Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Bohrer in seinem Buch: „Mit Dolchen sprechen: Der literarische Hass-Effekt“. Er untersucht die Ästhetik und Rhetorik literarischer Hasstiraden von Shakespeare über Strindberg bis Houellebecq. Das ist mutig in Zeiten der political correctness und nur möglich, weil er den Hass als exzessive menschliche Emotion völlig von politischen und gesellschaftlichen Prozessen abtrennt. Literaturwissenschaft im Elfenbeinturm. Von einer „poetologischen Signifikanz“ des Hasses kann man im Internet wohl kaum sprechen. (09.01.2020)

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Umweltsau

Da lässt der WDR seinen Mädchenchor fröhlich eine Persiflage auf ein altes Kinderlied trällern und ein Sturm der Entrüstung braust durch die Medien. Denn der Refrain, den die Kids mit sichtbarer Freude intonieren, lautet nicht „Meine Oma ist ne ganz patente Frau“, sondern „Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau“:

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad. Das sind 100 Liter jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau

Der Leiter des Chors entschuldigt sich, der Intendant Tom Buhrow entschuldigt sich, die AfD versammelt sich vor dem Rundfunkgebäude zu einer Kundgebung (spätestens da sollte man aufmerken), in den sozialen Medien wird geschimpft. Man vermisst den Respekt gegenüber den Älteren, seine Großeltern darf man nicht als Säue bezeichnen (Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann, CDU), „Jung gegen Alt zu instrumentalisieren ist nicht akzeptabel.“ (Armin Laschet, CDU). Franz Josef Wagner von der BILD verlangt die Entlassung der Verantwortlichen, auch von Tom Buhrow! Es gibt Morddrohungen gegen WDR-Mitarbeitern.

Generationen von Karnevalisten gröhlten: „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“, auch das eine Diskriminierung von Alten und Familienangehörigen. Und was ist mit den vielen Opa-und-Oma-Witzchen, das geht gar nicht mehr! Sorgt endlich für anständige Witze! Richtet eine Witzpolizei ein, der man jeden Scherz zur Genehmigung einreichen muss! (31.12.2019)

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Jahresendwitz

Bevor das Jahr zu Ende geht, muss ich noch einen schlampigen Wortgebrauch bei mir zur Anzeige bringen. Er betrifft meine Beitragsserie „Historischer Humor“, in der ich zeigen möchte, dass auch das Lachen historisch bedingt ist. Meine Beispiele sind aber meist Witze und selten Humor. Worin besteht der Unterschied?

Humor ist eine Lebenseinstellung oder ein Persönlichkeitszug: Sich nicht so wichtig nehmen, Distanz zu sich halten, Schwächen eingestehen, negative Erfahrungen gelassen hinnehmen und dementsprechend heiter und abgeklärt mit den Gegebenheiten des Lebens umzugehen. Treffend das Bonmot des ansonsten vergessenen Dichters Otto Julius Bierbaum (1865–1910): Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Witze sind primär eine Textsorte, es gibt aber auch reine Bildwitze und Textbildwitze. Witze gehen frech mit Tabus um, mit Sex, Alter, Tod, Gesundheit, Behinderung, Religion, Prominenz usw. Witze können böse und gemein sein und sie pfeifen auf political correctnes, die Skala reicht von platten bis zu geistreichen Witzen. Es gibt dreckige Witze, aber keinen dreckigen Humor. Jemand kann gut und oft Witze erzählen ohne Humor zu haben. Es gibt ausgesprochen humorlose Witze.

Nach dem Journalisten Harald Keller (TAZ) gibt es auch Jahresendwitze, sie haben Restpostenqualität – nach dem Motto „alles muss raus“. Hier mein Jahresendwitz:

Warum sind in dreißig Jahren alle holländischen Fußballtrainer arbeitslos?- Weil die Holländer dann nur noch Wasserball spielen. (30.12.2019)

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Infografiken

In der Frankfurter Rundschau  vom 28./29.12. bespricht Arno Widmann ein Buch, das auch ich mit Begeisterung durchgeblättert habe:

Sandra Rendgen/Julius Wiedemann: History of Information Graphics. Köln: Taschen Verlag, 2012.

Das Buch ist dreisprachig und präsentiert in hervorragenden und großflächigen Reproduktionen Beispiele für Informationsgrafiken.

Dabei stellt sich gleich die Frage ein, was eine Infografik genau ist und wie sie sich von anderen visuellen Kommunikationsformen wie Diagramme, Charts oder Karten abgrenzen lässt. Einigkeit besteht daran, dass es eine Kombination von visuellen und sprachlichen Komponenten ist, die der Vermittlung von Wissen dient, wobei meist die visuelle Information dominiert. Gern werden auch die Bezeichnungen Funktions- oder Erklärgrafik verwendet, aber in den meisten Infografiken wird nichts erklärt, sondern es werden komplexe Zusammenhänge visualisiert, d.h. sichtbar gemacht.

Mit der Definition hängt die ebenfalls umstrittene Frage zusammen: Wann ist die Infografik entstanden? Es gibt mehrere Vorschläge für Geburtstage. Wenn man die reine Vermittlung visuellen Wissen ansetzt, dann sind schon die Tierzeichnungen in Höhlen in Altamira Infografiken. Vielleicht bilden sie ja nicht nur die Tiere ab, sondern auch andere Informationen (z.B. Jagdtechniken). Dann werden Rechentafeln und gemeißelte Karten aus der Antike als Ursprung der Infografiken angesehen. Oft wird vergessen, dass auch die Stammbäume einen Typ von Informationsgrafiken bilden, die gibt es bereits im frühen Mittelalter. In diese Zeit fallen auch viele sogenannte diagrammatische Bilder, in denen theologische und kosmologische Theorien visualisiert wurden. Als genaues Geburtsjahr wird oft 1786 genannt, als William Playfair seinen „Commercial and Political Atlas“ mit zahlreichen innovativen Diagrammen veröffentlichte. Als Anlass der Entstehung der journalistischen Infografik wird der 2. Golfkrieg 1990/91 angegeben: Die Zeitung USA Today berichtete in Ermangelung von Fotos mit Grafiken über Truppenbewegungen, Frontverläufe, Wirkungen von Waffen usw. Letztlich ist die Suche nach einem klaren Startpunkt nicht sehr ergiebig, denn auch die Geschichte der Kommunikation verläuft weder linear noch in abgrenzbaren Etappen.

Viele Designer und Mediengestalterinnen preisen diese Vermittlungsform als der Sprache überlegen, wenn es um zum Verstehen komplexer Zusammenhänge geht: „Neben der schnelleren Informationserfassung und -verarbeitung und der längeren Speicherung im Gedächtnis wirken Infografiken motivierend auf den Leser (Bouchon, 2007, S. 40). Das sieht Arno Widmann anders: „Der Vorteil der Infografik liegt gerade nicht in dem, wofür sie gepriesen wird, also nicht im schnellen Überblick, sondern in der Zeit, die wir aufwenden, um uns darüber klar zu werden, was sie uns sagen möchte. Die Infografik ist ein Mittel der Entschleunigung des Lesevorgangs.“ Untersuchungen bestätigen das: Ein schneller Blick reicht nicht aus, eine Infografik muss mit Blickbewegungen durchmustert, Text und Bild müssen integriert werden. Ohne eine Legende und eine Sehanleitung kommen die meisten Infografiken nicht aus. (29.12.2019)

Das Titelbild zeigt einen Ausschnitt aus einer Informationsgrafik von 1833, die in Fehlfarben die Lavaströme von 28 Ausbrüchen zwischen 1631und 1831 visualisiert. Sie zeigt, dass alle Lavaabflüsse in Richtung Südwesten abgehen, dieser Bereich also besonders gefährdet ist. Der Bildband wiegt übrigens fast 4 Kilo! Foto. St.-P. Ballstaedt

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Visuelle Manipulation?

Diagramme visualisieren Daten und Zusammenhänge zwischen Variablen und  sind damit eine übersichtliche Form der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten ohne Daten zu verfälschen ein Diagramm so zu gestalten, dass es die Befunde und die damit verbundene Botschaft verstärkt: Der Nullpunkt bzw. die Basislinie werden verborgen, Skalen werden gestaucht oder gesteckt,  Werte werden  flächig oder räumlich aufgeblasen und Perspektiven verzerren den visuellen Eindruck. Ein Beispiel:

Das Schmelzen des artischen Meereises verläuft schneller als alle Klimamodelle vorhersagen: Quelle; Wikimedia Commons: http://nsidc.org/news/press/20070430_StroeveGRL.html

Die Perspektive der Abszisse lässt optisch sowohl die Kurve mit den prognostizierten Daten (blau) und die Kurve mit den gemessenen Daten (rot) steiler abfallen. Man kann sich darüber streiten, ob dies eine akzeptable Dramatisierung des visuellen Arguments darstellt oder eine unnötige visuelle  Manipulation. Bedrohlich sind die Befunde allemal. (24.12.2019).

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Frischling

Schon immer hat es mich verwundert, warum das schöne Wort „Frischling“ ausgerechnet die Benennung für das Ferkel eines Wildscheins geworden ist. Mir gefällt Frischling besser als „Säugling“ oder das Lehnwort „Baby“. Das Wort wurde früher im 15. Jahrhundert auch für andere neu geborene Tiere verwendet, z.B. Schafe oder Ziegen. Wieder einmal bei den Gebrüdern Grimm habe ich entdeckt, dass das Wort tatsächlich auch auf junge Menschen verwendet wurde: „ein einziger junger frischling ist im stande einen ganzen altenweiber oder mädchensommer von ältlichen herren in einem damencirkel zu überglänzen“ (Matthias Abele von und zu Lilienberg, 1684). (20.12.2019)

Ist es nicht allerliebst, das kleine Wildschweinferkel. Foto: Wikimedia Commons

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Historischer Humor 9

Über Schwiegermutterwitze, die Anfang des 19. Jahrhunderts aufkommen und sich bis heute erhalten haben, habe ich schon einen Beitrag geschrieben. Ein andres Witzgenre aus dieser Zeit ist jedoch weitgehend ausgestorben: Witze über das Personal. Es geht um Dienstboten, Kutscher, Diener, Köchinnen und natürlich vor allem um Hausmädchen. Es gibt mehrere Varianten:

1. Das  Personal ist dumm, faul und ungeschickt, weil es aus einer bildungsfernen Schicht stammt. Zwei Beispiele:

Die gnädige Frau: “Minna, wenn heute Abend der Gast kommt, dann fragen sie, ob es noch etwas Suppe sein darf.”- Minna: “Ja, gnädige Frau.”
Am Abend frägt Mi
nna den Gast: “Darf es noch etwas Suppe sein?” Der Gast: “Ja, bitte, sehr gern.” Minna: “Ist aber keine mehr da!”

Diese Witze in den Witzblättern sind oft flach, so richtig lachen kann man meist nicht darüber.

2. Sehr viel seltener findet man die umgekehrte soziale Variante: Das Personal ist klug, schlagfertig, schnippisch bis frech und der feinen Herrschaft überlegen. Auf die Schnelle habe ich kein Beispiel gefunden.

3. Der Klassiker: Der Hausherr hat ein Verhältnis mit dem Dienstmädchen, mal verführt er sie, mal verführt sie ihn. Zwei harmlose Beispiele:

Zwei Hausmädchen unterhalten sich: “Furchtbar, den ganzen Tag muss ich sagen: Jawohl gnädige Frau, jawohl gnädige Frau und immer wieder jawohl gnädige Frau…”
“Das ist noch gar nichts, ich muss immer wieder sagen: nein gnädiger Herr, aber nicht doch gnädiger Herr!”

Die Dame des Hauses vertraut sich ihrem langjährigen Dienstmädchen an: „Stellen Sie sich vor, mein Mann hat ein Verhältnis mit seiner neuen Sekretärin.“ – Das Hausmädchen wird blass und erwidert: „Ach, das glaube ich nicht, sie wollen mich nur eifersüchtig machen.“

Diese sexuelle Variante des Dienstmädchenwitzes hat sich bis heute gehalten, ein aktuelles Beispiel (wobei die Entstehung eines Witzes selten datiert werden kann):

Minna, das Dienstmädchen kündigt, um zu heiraten. „Glauben Sie, erkundigt sich die Hausfrau, „dass Sie es nun besser haben werden als bei uns?“ – „Besser nicht“, gesteht Minna, „aber öfters.“

Das Kompositum „Dienstmädchen“ ist eigentlich ein unschönes und herabsetzendes Wort: ein Mädchen für diverse Dienste. (19.12.2019)

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