Of all affairs,
communication is the most wonderful.

John Dewey

 

Willkommen!

Mein Blog beschreibt, analysiert und bewertet Phänomene unserer Kommunikationskultur. Er soll die Augen und die Ohren für unsere sprachliche und visuelle Umwelt schärfen. Für mich ist er eine zwanglose Spielwiese für zufällige Entdeckungen und anfallende Gedanken. Man kann meinen Blog abonnieren.

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Übernamen

Eine besondere Spielart des Humors sind Spitznamen und Kosenamen. Das Adjektiv „spitz“ bedeutet ursprünglich „schmal zusammenlaufend und in einem stechenden Punkt endend“. Übertragen bedeutet das Wort „verletzend“ und „anzüglich“. Seit dem 17. Jh. gibt es das Wort Spitz- oder Spottnamen, die meist eine persönliche Eigenschaft einer Person aufspießen. Oft abwertend („Lügenbaron“ für Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg), es gibt allerdings auch positiv konnotierte (“Häuptling Silberzunge“ für Kurt Georg Kiesinger)und ambivalente Spottnamen („Mutti“ für Angela Merkel). Politisch korrekt sind die karikaturhaften Bezeichnungen selten.

Das gilt auch für Kosenamen, die zwar vorwiegend eine positive Konnotation haben wie die gebräuchlichen Namen „Schatz“ oder „Engel“. Aber „Mäuschen“, „Baby“, “Hasi”  oder „Spatz“ sind zwar positiv gemeint, aber nicht gerade emanzipatorisch. „Knutschkugel“ oder „Pupsbär“ sind originell, aber verweisen auf persönliche Vorlieben, die nur in einer Privatsprache kommunizierbar sind. Alle Formen von Wortspielereinen sind bei der Erfindung von Übernamen zu finden, Beleidigungen sind oft nicht weit entfernt (“Rumsauer” für Peter Ramsauer als Verkehrsminister).

Ein Buch über Spitznamen mit einem umständlichem Titel hat ein Liturgiewissenschaftler (!) vorgelegt: Guido Fuchs: Vorwiegend heiter bis boshaft: Spitznamen in der Literatur: lustig, boshaft, karikierend. Ein literarischer Streifzug. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2011. (03.07.2022)

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Antisemitische Bildsprache

Das passt ja gut in meine Serie: Antisemitsche Bestandteile im Werk des indonesischen Künstlerkollektivs „Taring Padi“ auf der documenta fifteen, in deren Vorfeld schon Antisemitismusvorwürfe geäußert wurden.

Was ist auf einem großen Wimmelbild auf dem Friedrichsplatz in Kassel zu entdecken? Ein Jude mit Schläfenlocken und einer SS-Rune auf dem Hut als Vampir mit gespaltener Zunge und rot unterlaufenen Augen. Und ein Soldat mit Schweinsgesicht mit Davidstern und einem Helm mit der Aufschrift „Mossad“. Ohne Zweifel judenfeindliche Darstellungen. Jetzt wird das Kunstwerk mit schwarzem Tuch verhüllt, auf Wunsch vieler Organisationen soll es vollständig entfernt werden. Peinlich für das ebenfalls indonesischen Kuratoren-Kollektiv Ruangrupa, das keine sehr sensible Hand bei der Auswahl der Exponate bewiesen hat.

Was aber doch auffällt: Kein Wort wird darüber verloren, was das riesige Gemälde eigentlich darstellt, denn die beiden Figuren stehen ja in einem weiteren Kontext. Auf der Website schreibt das Kollektiv: „Für ihren Beitrag zur documenta fifteen führt Taring Padi seine drei Hauptgrundsätze fort: organisieren, bilden und agitieren. Das Motto lautet Bara Solidaritas: Sekarang Mereka, Besok Kita (Flamme der Solidarität: Zunächst kamen sie um ihrer selbst willen, dann kamen sie unseretwillen). In Deutschland, Indonesien, den Niederlanden und Australien fanden im Vorfeld der documenta fifteen Workshops statt – etwa mit Migrant*innen, Straßenkünstler*innen und Schüler* innen. Gemeinsam schufen sie künstlerische Arbeiten zu sozialpolitischen Themen. Darunter sind großformatige Banner und etwa 1000 wayang kardus, die im Kasseler Zentrum ausgestellt werden und auch Teil von Auftritten sein sollen.“ Was ist die Botschaft des Bildes? Das interessiert anscheinend keinen Menschen, man stürzt sich auf zwei isolierte Figuren, die antijüdischen Stereotypen entsprechen.

Leider konnte ich keine lizenzfreien Fotos des gesamten Werks und der kritisierten Bildbestandteile finden. Man kann sie auf der Website der Deutschen Welle anschauen. (21.06.2022)

Nachtrag. Heute lese ich in der FR einen Artikel von Harry Nutt, der genau das ausdrückt, was ich sagen wollte: „Keine Kunst ohne Kontext, es wäre also denkbar gewesen, nach genauerer Prüfung zu einem Ergebnis zu kommen, das eine schnelle Bewertung zumindest zu ergänzen vermag, der sich am Nachmittag viele Kunstkritiker:innen, aber auch verantwortliche Politikerinnen […] mit demonstrativem Entsetzen angeschlossen hatten.“ Wie ich schon in einigen Beiträgen (über Kirchner, Balthus, Herold) angemerkt habe, halte ich wenig von Verboten von Bildern oder visuellen Symbolen. Ich begreife auch nicht, warum jetzt die gesamte Dokumenta als peinlich, unerträglich, antisemisch beschimpft wird. Eine offene Gesellschaft wird doch ein problematisches Exponat ertragen können, ohne hysterisch zu werden. Kunst soll doch zum Denken und zu Auseinandersetzungen anregen oder will man nur noch Blumenbilder und Stillleben akzeptieren? (22.06.2022)

Noch ein Nachtrag: Bei einer Diskussion über das abgehängte Kunstwerk an der Universität Kassel sprach sich  der israelische Soziologe Natan  Szaider gegen die Entfernung des Bildes aus. Antisemitismus sei ein integraler Bestandteil der Moderne, der nicht wegpädagogisiert werden könne. Da kann ich nur zustimmen. (23.06.2022)

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Ecclesia und Synagoga

Noch ein Beispiel der christlichen Ikonografie des Mittelalters: die symbolische Darstellung des Christentums und des Judentums durch zwei Frauenfiguren. Das Paar flankiert oft eine Darstellung Jesu im Bogenfeld des Kirchenportals. Die Ecclesia ist eine schöne, stolze und aufrechte Frau, meist mit einer Krone als Herrschaftszeichen sowie einem Kreuz und einem Kelch als Zeichen für das Christentum. Daneben steht die Synagoga in eingefallener Haltung mit verbundenen Augen in einem abgewandten Gesicht. In der einen Hand hält sie eine gebrochenen Lanze, in der anderen manchmal eine entgleitende Torarolle oder Gebotstafeln, auf dem Boden liegt eine Krone.

Mit den beiden Figuren wird die Überlegenheit des Christentums gegenüber dem Judentum visualisiert. Das ist keine so drastische Beleidigung wie die Judensau, aber einen deutliche Herabsetzung der jüdischen Religion. Die Darstellung der Synagoga hat sich über die Jahrhunderte ausschließlich zum Negativen verändert, sie wurde häßlich und verkommen dargestellt. Das ist ein frühes Beispiel, wie mit Bildern als visuelle Argumente (Kirchen-)Politik gemacht wird. (16.06.2022)

Dieses Figurenpaar der Ecclesia und Synagoga befindet sich an Notre-Dame in Paris. (zum Vergrößern ins Bild klicken). Quelle: Wikimedia Commons

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Die Judensau

Ein Urteil des BGH des erregt die Gemüter: Das Relief der Judensau an der Stadtkirche in Wittenberg darf dort verbleiben, da es durch Begleittafeln in einen kritischen und distanzierenden Kontext gestellt wird. Das Schandmal sei so zu einem Mahnmal geworden.

Die Darstellung von Juden in intimen Kontakt zu Schweinen ist seit dem Hochmittelalter ein beliebtes Motiv antijudaistischer christlicher Kunst. In der Wittenberger Version hängen Juden an den Zitzen einer Sau, ein Rabbiner hebt den Schwanz und schaut in den After. Derartige Darstellungen sollten die Juden verhöhnen, diffamieren und demütigen. Intimitäten zwischen Mensch und Tier sind in der Tora verboten und das Schwein gilt im Judentum als unrein. Das Bildmotiv kommt in Europa als Relief und Skulptur in etwa 50 Varianten vor, dazu in unzähligen Drucken und Flugblättern. Man kann die meisten in Wikipedia anschauen.

Sollen derartige Darstellungen an Kirchen verschwinden und in einem Museum gezeigt werden? Ich meine, sie sollten an den Kirchen verbleiben. Besonders an der Stadtpfarrkirche in Wittenberg erinnert das Relief daran, dass Martin Luther ein fanatischer Judenhasser war und das Christentum erheblich zum Antisemitismus beigetragen hat. Es zu entfernen würde bedeuten, sich dieser Tradition nicht zu stellen, sondern sie verschwinden zu lassen. Die evangelische Landesbischöfin Ilse Junkermann sah das im Reformationsjahr 2017 genauso: Die Kirche müsse „diese Wunde unserer eigenen Geschichte offen halten“. Ob die Bodenplatte und die Erläuterungstafel in einer schwer lesbaren und verschwurbelten Sprache allerdings ihre aufklärerische Funktion erfüllen, daran kann gezweifelt werden. Aber das lässt sich ja ändern. (15.06.2022)

Eine üble antisemitische Darstellung, aber muss sie unseren Augen entzogen werden oder sollte sie nicht als Mahnmal im öffentlichen Raum verbleiben, gerade an einer Kirche, um religiöse Toleranz anzumahnen? Quelle: Wikimedia Commons.

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Gurkensalat

Ein Sticker an Tübinger Masten, dessen tiefere Bedeutung sich mir wieder einmal nicht erschließt. Foto: St.-P. Ballstaedt (12.06.2022)

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Herioc turn

Ein Wort liest und hört man derzeit erstaunlich häufig: Held oder Heldin. “Unglücklich das Land, das Helden nötig hat“, ein Satz, den Bertold Brecht dem Galileo Galilei in den Mund gelegt hat. Es gibt Bücher, die Helden im Titel führen. Anne Weber: „Annette, Heldinnenepos“ oder Doris Dörrie „Heldin auf Reisen“. In Pristina wurde ein Denkmal für die während des Kosovo-Krieges vergewaltigten Frauen mit der Inschrift „Heldinnen“ aufgestellt. Ukrainische Soldaten im Krieg gegen Russland werden als Helden gefeiert, Helden brauchen immer ein bedrohliches Feindbild, vor dem ihre Taten bewertet werden.

Der Tübinger Komparatist Jürgen Wertheimer bietet eine Vorlesungsreihe „Europas phantastische Held*innen – eine literarische Spurensuche“ an, in dem er literarische Figuren der europäischen Geistesgeschichte interpretiert: König Lear – Don Quijote, Robin Hood – Wilhelm Tell, Zarathustra – Jesus, Macbeth – Hagen, Werther – Raskolnikow, Anna Karenina – Nora. Eine bunte Mischung, die man nur schwer unter dem Label „Held*in“ vereinen kann. Wertheimer will weg von einer martialischen Definition des Helden und bezieht sich auf eine Definition bei Aristoteles, der einem Helden die Eigenschaften dominant, ehrgeizig und hochmütig zuschreibt. Ein Held kann aber durchaus Fehler machen und auch einmal Scheitern, aber er geht daraus gefestigt hervor. Körperliche Stärke und Mut nennt Aristoteles nicht. Aber auch dieser Definition lassen sich die literarischen Personen nicht zuordnen. Raskolnikow ein Held? König Lear und Don Quijote sind doch – salopp gesprochen – unbelehrbare Sturköpfe, warum Helden? Gibt es für Wertheiner überhaupt eine literarische Figur, die nicht unter seine breite Kategorie des Helden fällt?

Im ZEITmagazin vom 2.6.2022 kann man einen Essay über Helden lesen: „Woher kommt der Mut?“ Als Urtypen des Heldischen werden die Gestalt des David im Alten Testament und die Gestalt der Judith beschrieben. Beide retten ihr Volk durch eine beherzte Tat. Hier werden zwei Merkmale ins Zentrum gestellt: Mut und Selbstvertrauen. Das sind Eigenschaften, die Nawalny oder Selensky gegenüber Putin zu Helden machen, der sich ja gern in heldischer Pose mit nacktem Oberkörper beim Jagen ablichten lässt. (11.06.2022)

In Comics und deren Verfilmung kämpfen Heldinnen mutig und mit Selbstvertrauen gegen das Böse. Bild: Cover der Serie Supergirl, Wikimedia Commons

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Macht der Bilder

Zum internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht Reporter ohne Grenzen immer einen Fotoband, diesmal unter dem Titel „Den Mächtigen gegenüber steht die Macht der Bilder.“ International renommierte Fotografinnen und Fotografen stellen dafür ihre Arbeiten zur Verfügung.

Dass der Titel seine Berechtigung hat, zeigen die aktuellen Fotos aus den Lagern, in denen die chinesische Führung Uiguren gefangen hält, angeblich freiwillige Ausbildungszentren, in denen die Menschen „in Frieden und Glück leben“. Die Xinjiang Police Files enthalten Dokumente, darunter auch Fotos, die eindeutig Folter belegen. Man wird an die scheußlichen Fotos aus dem Gefängnis Abu Ghraib im Irak erinnert, wie Soldaten der USA die Insassen quälten.

Aber auch Fotos werden sofort dementiert, sie werden als inszeniert oder manipuliert hingestellt. Letztes Beispiel: Die Fotos und Videos von Leichen aus Butscha in der Ukraine, die Kriegsverbrechen russischer Soldaten belegen sollen. Sie werden von der russischen Militärführung als nachträglich arrangiert, als visuelle Lügen bezeichnet. Mit geradezu kriminalistischen Methoden muss die Echtheit der Bilder rekonstruiert werden. (30.05.2022)

Der Fotoband von Reporter ohne Grenzen. „Wenn sich Zustände ändern sollen, sind die Fotos für die Pressefreiheit wichtig, um die Folgen von Krieg, Zerstörung und Unterdrückung immer wieder sichtbar zu machen, überall auf der Welt.“ (Bettina Schellong-Lammel, Medienmagazin NITRO). Quelle: Reporter ohne Grenzen

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Schablonen-Portraits

Ein bekannter französischer Street-Art-Künstler, Christian Guémy alias C215, hat in Tübingen einen Parcours mit Schablonenbildern gestaltet, die Portraits Tübinger Persönlichkeiten darstellen, natürlich Hölderlin, Hesse, Hegel und andere. Sie befinden sich auf Stromkästen, Mauern oder Häuserwänden. Passend zur Location an der Wand des Kinos Arsenal ein Portrait von Lotte Reiniger. Sie ist durch Ihre Silhouettenfilme bekannt geworden und gilt als Pionierin des Trickfilms. Mit vielen bekannten Persönlichkeiten aus allen Künsten hat sie damals zusammen gearbeitet: Max Reinhardt, Paul Dessau, Kurt Weill, Bertold Brecht, Moholy-Nagy, Carl Zuckmayer, Benjamin Britten, um nur einige zu nennen.

Im Jahr 1979 übersiedelte Lotte Reiniger nach Dettenhausen bei Tübingen, auf dem Friedhof dort ist sie auch beigesetzt. Ein Teil des Nachlasses ist im Tübinger Stadtmuseum unter dem Titel „Die Welt in Licht und Schatten” ausgestellt. Foto: St.-P. Ballstaedt (25.05.2022)

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Projektion

Die Bilder der amerikanischen Malerin Georgia O’Keefe kennt wahrscheinlich jeder von Kunstpostkarten, ihre Blumenbilder sind beliebte Motive. Jetzt kann man einen Ausschnitt aus ihrem Gesamtwerk in der Fondation Beyerle in Basel besichtigen. Dabei wird schnell deutlich, dass man die Malerin keineswegs auf ihre Blumen festlegen kann, ihr Werke umfasst auch viele abstrakte Gemälde, Landschafts- und Städteansichten, Steine und Knochen, nur Menschen hat sie überhaupt nicht gemalt.

Betrachtende Ihrer Blumengemälde haben immer wieder eine erotische Ausstrahlung bemerkt, manche gehen soweit, in den Blumen verschleierte Darstellungen weiblicher Genitalien zu sehen. Sigmund Freud war 1909 in den USA und hatte seine Psychoanalyse dort vorgestellt und den erotisierten Blick auf die Blumenbilder verstärkt. Feministinnen haben O’Keefe als Urheberin einer weiblichen Ikonographie gefeiert, sie selbst hat diese Interpretationen abgelehnt.

Hat man die erotische Brille auf, dann erkennt man auch in den Landschaften plötzlich anatomische Hautfalten, Schenkel, Schamhaare und dergleichen. Man kann darin die Wirkung der Projektion erkennen. Wer ein Bild betrachtet, der nimmt nicht nur visuelle Inhalte auf, sondern schaut auch Inhalte in das Bild hinein. Mit den abstrakten Tintenklecksen im Rorschach-Test wird das als diagnostisches Mittel ausgenutzt. (22.05.2022)

Vor dem Gemälde „White Iris No. 7“ (1957). Eine harmlose Blume oder eine  lüsterne Blüte? Foto: St.-P. Ballstaedt

Nachtrag: Fotos aus dem Tübinger Botanischen Garten, inspiriert von der Malerin O’Keefe. Fotos: St.-P. Ballstaedt (26.05.2022)

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Kommunikationsstile

Die SPD hat in NRW Federn lassen müssen und jetzt werden die Gründe dafür gesucht. Eine Ursache wird in allen Zeitungen genannt: Die suboptimale Kommunikation des Bundeskanzlers Olaf Scholz: Er sei schmallippig, zurückhaltend, ängstlich, abwartend, reißt nicht mit, erklärt zu wenig, rede zu wenig emotional, sei teilweise schwer verständlich, wirke nicht überzeugend, komme insgesamt langweilig und sedierend rüber. Demgegenüber werden der klare Kommunikationsstil bei Annalena Baerbock und der nachdenkliche bei Robert Habeck gelobt.

Nun stellt sich die Frage, ob ein Kommunikationstraining oder ein/e Kommunikationsmanager/in da Abhilfe schaffen könnte. Man kann die Artikulation, die Körpersprache, die Rhetorik in Grenzen sicher verändern, aber bleibt man dann noch authentisch? Oder wird man zum Schauspieler, der ein antrainiertes Verhalten präsentiert? Man sollte nicht vergessen, dass der Stil von Scholz vor nicht allzu langer Zeit noch als Besonnenheit und Unaufgeregtheit durchging. Zudem sind jetzt wichtigere Probleme zu diskutieren und Entscheidungen zu fällen, als die Zeit mit Kommunikationsübungen zu verbringen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass unterschiedliche Persönlichkeiten auch unterschiedliche Kommunikationsstile haben, die sich vielleicht mit zunehmenden Anforderungen verändern, aber nicht schlicht abtrainiert werden können. (17.05.2022)

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