Dümpeln

Mein Lieblingswort im Januar 2016. Laut Duden aus der Seemannssprache in der Bedeutung „leicht schlingern“. Etymologisch werde ich wieder nur in Grimms Deutschem Wörterbuch (Band 2: Biermörder – Dwatsch) fündig, aber nur in der Verbform „dumpeln“, ursprünglich „umrühren“, „ hin- und herstoßen“. Im Dumpelfass wird die Milch zu Butter gestoßen, übrig bleibt die Dumpelmilch. Über die genaue Herkunft findet man wenig, das Wort wird wohl im 14. Jahrhundert aus dem  älteren Verb „dummeln“ gebildet, vom dem die Verben „tummeln“ und „taumeln“ abgeleitet sind. Das Verb wird in vielfacher Bedeutung benutzt, aber der semantische Kern ist immer eine Hin- und Herbewegung. Warum ist mir das Wort eingefallen? Ich dachte heute, dass ich etwas ziellos durch die vielen Feiertage dümple. (03.01.2016)

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