Macht der Bilder

Zum internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht Reporter ohne Grenzen immer einen Fotoband, diesmal unter dem Titel „Den Mächtigen gegenüber steht die Macht der Bilder.“ International renommierte Fotografinnen und Fotografen stellen dafür ihre Arbeiten zur Verfügung.

Dass der Titel seine Berechtigung hat, zeigen die aktuellen Fotos aus den Lagern, in denen die chinesische Führung Uiguren gefangen hält, angeblich freiwillige Ausbildungszentren, in denen die Menschen „in Frieden und Glück leben“. Die Xinjiang Police Files enthalten Dokumente, darunter auch Fotos, die eindeutig Folter belegen. Man wird an die scheußlichen Fotos aus dem Gefängnis Abu Ghraib im Irak erinnert, wie Soldaten der USA die Insassen quälten.

Aber auch Fotos werden sofort dementiert, sie werden als inszeniert oder manipuliert hingestellt. Letztes Beispiel: Die Fotos und Videos von Leichen aus Butscha in der Ukraine, die Kriegsverbrechen russischer Soldaten belegen sollen. Sie werden von der russischen Militärführung als nachträglich arrangiert, als visuelle Lügen bezeichnet. Mit geradezu kriminalistischen Methoden muss die Echtheit der Bilder rekonstruiert werden. (30.05.2022)

Der Fotoband von Reporter ohne Grenzen. „Wenn sich Zustände ändern sollen, sind die Fotos für die Pressefreiheit wichtig, um die Folgen von Krieg, Zerstörung und Unterdrückung immer wieder sichtbar zu machen, überall auf der Welt.“ (Bettina Schellong-Lammel, Medienmagazin NITRO). Quelle: Reporter ohne Grenzen

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