Microadventures

Vor ein paar Monaten habe ich ein paar mokante Sätze zum Waldbaden geschrieben. Jetzt ist als Steigerung ein neuer Trend da: das Mikroabenteuer. Erfunden hat es ein veritabler Abenteurer, Alastair Humphreys, vermarktet wird es von einem Motivationscoach, Christo Foerster. Die Grundregel: „Einfach mal raus und machen!“, also spontan und ohne Planung, aber mit Schlafsack, Tarp, Stirnlampe und dem üblichen Rucksackgepäck. Und natürlich zwei Büchern mit Abenteuer-Anleitungen von Christo Foerster. Weitere Regeln: nur öffentliche Verkehrsmittel sind erlaubt (das ist oft ein Abenteuer), der Ausflug muss zwischen 8 und 72 Stunden dauern (merkwürdige Zeitspanne), geschlafen wird im Freien ohne Zelt (ist nicht verboten). Und wie schon beim Waldbaden soll man seine Sinne öffnen und auf das Knacken der Äste, das Murmeln eines Baches, das Rascheln der Blätter, das Wehen des Windes, das Aufgehen der Sonne, den Duft von Heu usw. usw. achten. Das Mikroabenteuer könnte aber schnell zu einem Makroabenteuer werden, wenn ein Problembär oder ein hungriger Wolf herumstrolcht. In einem Erfahrungsbericht habe ich aber nur von der aufregenden Begegnung mit einer Hummel gelesen. (05.06.2020)

Eine Aufnahme von meinem letzten Mikroabenteuer in der freien Natur. Foto: St.-P. Ballstaedt

Nachtrag: Eine neue Reihe „Aktivguides“ von DuMont passt zu den Mikroabenteuern: „Eskapaden“ mit dem Slogan Auszeit. Abenteuer. Lebensfreude: Auch hier werden Wanderungen, Ausflüge und Unternehmungen als Abenteuer geadelt. (06.06.2020)

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