Unverblümt

Ein Adjektiv, das ich immer wieder gerne höre, es steht für eine offene Rede ohne Umschweife und Rücksichtnahme. Das Wort ist schon im 17. Jahrhundert im Gebrauch, im Gegensatz zu „blümerant“ hat es tatsächlich etwas mit Blumen zu tun. Nach dem Wörterbuch der Gebrüder Grimm gab es einmal ein Verb „verblümen“ in der Bedeutung „mit Blumen schmücken“ („thal und felder schön verblümet“). Später dann in übertragener Bedeutung „mit blumigem Beiwerk, mit verblümten Worten aussprechen“.

Das Antonym zu „unverblümt“, also „verblümt“ ist ungebräuchlich, es gibt aber eine bedeutungsanaloge Sprechblase im Comic. Dort wird sprachliches Süßholzgeraspel oder sprachliche Ironie mit Blümchen umrahmt. (25.02.2020).

Ein Sprechblase aus „Astérix en Hispanie“ (1969). Der Römer will sich beim gallischen Türwächter einschmeicheln und spricht verblümt. Foto: St.-P. Ballstaedt

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