Vernässen

Das Verb „nässen“ löst im 17. Jahrhundert das Verb „netzen“ ab, das es heute nur noch in wenigen Zusammenhängen gibt, so kann man z.B. noch die Lippen benetzen. Die transitive Bedeutung von nässen ist „nass machen“, wie beim Bettnässer, die intransitive „Nässe von sich geben“ wie bei einer Wunde, die nässt.

Das Fachwort „Vernässung“ bedeutet in der geologischen Bodenkunde, dass ein Boden über längere Zeit einen sehr hohen Wassergehalt aufweist, z.B. durch einen Starkregen, den Pflanzen und Böden nicht aufnehmen können. Bei Blumenliebhabern auch als Staunässe gefürchtet.

In den letzten Jahren wird das Wort „vernässen“ im Bereich des Naturschutzes verwendet, wenn ein Boden, meist ein ehemaliges Moor wieder unter Wasser gesetzt wird. Ziel ist dabei, zum Klimaschutz Kohlenstoffdioxid zu speichern. (21.04.2026)

Wiedervernässte Fläche im Bornriethmoor. Quelle: Wikimedia Commons

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