Endlich wird etwas für die öffentliche Sicherheit getan: Schild vor der öffentlichen Toilette – hier Hygienecenter genannt – im Hauptbahnhof Heilbronn. Das Verb „strengsten“ für die stehende Verrichtung ist mir unbekannt 😉. Foto: St.-P. Ballstaedt (13.01-2016)
Author Archive | SP Ballstaedt
Textieren
Gerade lese ich ein Buch eines österreichischen Kollegen und da fallen mir wieder einige Austriazismen auf. Beispiel: Ein Legist textiert Gesetze. Im Print-Duden finde ich das Verb nicht, aber im Online-Duden. Textieren = 1. eine Unterschrift unter einer Abbildung anbringen; 2. einem Musikstück einen Text unterlegen. Es geht hier um multikodale Kommunikation. In dem Buch des Kollegen wird das Verb aber in der Bedeutung „formulieren“ bzw. „schreiben“ gebraucht. Das ähnliche Verb „texten“ bezieht sich im Deutschen nur auf das Schreiben von Songs oder Werbetexten. (10.01.2016)
Welcome
Der Aufkleber „Refugees welcome. Bring your Families“ klebt in allen Farben an jedem Mast, Pfosten und Geländer. Mich würde interessieren, welche politischen Gruppierungen aus welchen Motiven die Arme so weit ausbreiten. Eine hübsche Variante wurde an eine Betonwand in WHO in Tübingen gesprüht. Foto: St.-P. Ballstaedt (07.01.2016)
Kleben und Sprayen
Aufkleber mit einem Sprayer an der Arbeit an einem anspruchsvollen Motiv. Aufkleber aller Art überlappen sich und bilden Schichten. Foto: St.-P. Ballstaedt (05.01.2016)
Dümpeln
Mein Lieblingswort im Januar 2016. Laut Duden aus der Seemannssprache in der Bedeutung „leicht schlingern“. Etymologisch werde ich wieder nur in Grimms Deutschem Wörterbuch (Band 2: Biermörder – Dwatsch) fündig, aber nur in der Verbform „dumpeln“, ursprünglich „umrühren“, „ hin- und herstoßen“. Im Dumpelfass wird die Milch zu Butter gestoßen, übrig bleibt die Dumpelmilch. Über die genaue Herkunft findet man wenig, das Wort wird wohl im 14. Jahrhundert aus dem älteren Verb „dummeln“ gebildet, vom dem die Verben „tummeln“ und „taumeln“ abgeleitet sind. Das Verb wird in vielfacher Bedeutung benutzt, aber der semantische Kern ist immer eine Hin- und Herbewegung. Warum ist mir das Wort eingefallen? Ich dachte heute, dass ich etwas ziellos durch die vielen Feiertage dümple. (03.01.2016)
K.O.-Tropfen
„Du gibst K.O.-Tropfen. Wir machen dich K.O.!!“ Wieder eine Kampagne, deren Ursprung ich nicht klären konnte. Die Aufkleber hängen in den schmuddeligsten Winkeln in Tübingen und sind meist auch dementsprechend mitgenommen. Foto: St.-P. Ballstaedt (01.01.2016)
2016
Karikatur: Christian Sujata, 2006. Siehe dazu den dazugehörigen Animationsfilm (31.12.2016)
Jagdmobil
Einsatzbereiter fahrbarer Hochsitz bei Pfrondorf. Foto: St.-P. Ballstaedt (28.12.2015)
Laubsägearbeiten
Als ich um die 12 Jahre alt war, da galten selbstgebastelte Weihnachtsgeschenke als besonders wertvoll. So habe ich z. B. alle Lieben mit Blumenampeln aus Kokosnüssen, mit selbst gelegten Mosaikbildern und vor allem mit Laubsägearbeiten beglückt. Die auf Holz vorgedruckten Motive wurden ausgesägt, bunt bemalt und dann lackiert. Z. B. hölzerne Serviettenständer, Wandbilder (für Toiletten) oder Schlüsselbretter, meist mit Motiven aus Märchen oder aus der Tierwelt: Zwerge, Engel, Schneemänner, Pilze, Bäume, Hühner, Katzen usw. Diese Motive findet man heute nur noch selten, auf der Website von Heike Böckstiegel hatte ich aber ein Déjà-Vu-Erlebnis. (26.12.2015)
Schlafende Geister als Laubsägearbeiten. Quelle: Die Website von Frau Böckstiegel
Nachtrag: Eine Laubsägearbeit (Serviettenhalter) aus den 60er-Jahren von Kommentator Wolfgang Scherer. Danke! Foto: Wolfgang Scherer (08.01.2016)

Religionslogos
Auch die Religionen haben Markenzeichen. Hier die neun Logos von Religionen:
Weihnachtsrätsel: Welches Logo steht für welche Religion? (24.12.2015)
Auflösung von links nach rechts. Manche Religionen haben mehrere Symbole, z. B. das Christentum das Kreuz oder einen Fisch. Wir haben uns orientiert auf der Website: The Penang Global Ethic Project.
Indigenous Spiritualities, hiermit werden alle Religionen der Naturvölker zusammengefasst (heiliges Achteck); Hinduismus (die heilige Silbe Om); Konfuzianismus (Yin und Yan, visualisieren die beiden konträren kosmologischen Grundprinzipien); Buddhismus (achtspeichiges Rad des Dharma); Judentum (siebenarmiger Leuchter = Menora); Christentum (griechisches Kreuz); Islam (grüne Mondsichel); Sikhismus (Sikh Khanda: ein zweischneidiges Schwert, ein Wurfring = Chakar, zwei Säbel); Bahaitum (neunzackiger Stern).







