Pullermann

In der DER ZEIT habe ich eine kleine Glosse gelesen, in der berichtet wird, dass in einer KITA im Prenzlauer Berg bei einem Elternabend darüber abgestimmt wurde, ob man das männliche Geschlechtsteil den Kindern gegenüber als Penis oder Pullermann bezeichnen sollte. Pullern oder auch strullen bzw. strullern ist in Süddeutschland ungebräuchlich, aber klingt doch sehr konkret. Wie bei uns brunzen, seichen und schiffen. Da Wörter, die eine Funktion bezeichnen, besonders verständlich sind, ist Pullermann eine gute Bezeichnung. Und kindgerecht dazu, denn es wird nur auf die bekannte Ausscheidungsfunktion, nicht auf die noch verborgene Fortpflanzungsfunktion fokussiert. („Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen“, Heinrich Heine: Über Teleologie). Die Entscheidung ging 8:7 für den Penis aus. Es wird doch hoffentlich noch eine Entscheidung für das weibliche Geschlechtsteil geben. Mein Vorschlag: Strullerfrau. Über Transgender mache ich mir später Gedanken. (30.11.2018)

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