T wie Dibinga

Vor ein paar Monaten habe ich bereits berichtet, dass das Deutsche Institut für Normung (DIN) das Buchstabieralphabet überarbeitet. Die bisher verwendeten Vornamen- 16 Männer-  und sechs Frauennamen – sind nicht geschlechtergerecht. Das ließe sich ändern, aber das Institut teilt mit, dass mit Vornamen nicht alle relevanten ethnischen und religiösen Gruppen ausgewogen repräsentiert werden können, für Diverse gibt es z. B. keine Vornamen.

Also Städtenamen. Aber auch hier müssen westdeutsche und ostdeutsche Bundesländer ausgewogen vertreten sein, also mehr Namen aus NRW (7) als aus dem Saarland (0). Jetzt liegt ein Entwurf vor, in dem mit T wie Tübingen und S wie Stuttgart zwei Städte aus Baden-Würrtemberg im Rennen sind. Das Stadtmarketing ist schon angefixt: „T wie Tübingen – das ist gut für das Selbstverständnis der Stadt und stärkt Tübingen als Wirtschaftsstandort und touristisches Ziel.“ (Zitat nach SWP, 17.8.21). Arme Stadt, die im Buchstabenalphabet auftauchen muss, um überregionale Bedeutung zu erlangen. Die endgültige Fassung des Buchstabieralphabets wird nach zwei Jahren Überarbeitung Mitte 2022 erwartet. (18.08.2021)

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