Andreas-Kreuz

Viele Zeichen habe eine interessante Geschichte. Der Apostel Andreas soll als Märtyrer an einem Diagonalkreuz gestorben sein. In der mittelalterlichen Ikonografie wird das Andreaskreuz deshalb zum Symbol für das Bekenntnis zu Christus. Aber es wird auch in zahlreichen nicht religiösen Kontexten auf Fahnen und Wappen oder als Markierung von Wanderwegen benutzt – oft in Anlehnung an das griechischen Chi oder die römischen Zehn. Was aber im Dunklen bleibt: Wie ist das Andreas-Kreuz zum Warnsymbol vor allerlei Gefahren geworden, z.B. in der Chemie, im Bergbau oder an Bahnübergängen? Neuerdings stehen gelbe Kreuze auch als Warnung vor der Atomkraft. Diesen Bedeutungswandel kann ich bisher nicht nachvollziehen. (27.12.2014)

Andreas    Andreaskreuz mit Model Monique   400px-Zeichen_201.svg

Das Andreas-Kreuz in sakraler und profaner Verwendung: Der Heilige Andreas, Statue von Andreas Faistenberger, Mitte 18. Jh., in der Peterskirche, München: Quelle: Furukama, GNU Free Documentation Licence. – In der BDSM-Szene werden „die lustvollsten und qualvollsten Andreaskreuze“ im Rahmen von Bondage- und SM-Praktiken verwendet. Quelle: Raimond Spekking /CC BY-SA-4.0 via Wikimedia Commons. – Ein Andreas-Kreuz als Zeichen 201 der Straßenverkehrsordnung an Bahnübergängen.

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar

1 × vier =