Das Naturschöne

Als Spaziergänger, Wanderer und Pilzsucher im Schönbuch und im Rammert beobachte ich seit drei Jahrzehnten, dass mit dem Wald immer ruppiger umgegangen wird. Aber derzeit ist es besonders schlimm, nach dem Holzeinschlag sieht es wie auf einem Panzerübungsgelände aus. Moos- und Strauchschicht sind völlig zerstört, das Pilzmyzel auf Jahre vernichtet, tiefe Kerben in den Waldboden gerissen, in denen nicht selten Öllachen stehen. Wenn sich dann nach einigen Jahren darin Wasser gesammelt und ein kleines Biotop mit Molchen und Kröten gebildet hat, wird es mit grobem Schotter aufgefüllt, damit wieder Maschinen dort fahren können. Die Holzfällarbeiten sind eine Schändung des Waldes und eine Zerstörung unserer visuellen Umwelt. Naturschutz, Nachhaltigkeit, Naturnähe, wo bleiben diese hehren Ziele, die man auf den Sites des Umwelt-Bundesamtes lesen kann? (14.02.2019)

Hinterlassenschaften nach Holzernte im Schönbuch (zum Vergrößern ins Bild klicken). Fotos mit freundlicher Genehmigung von Harald Kunz auf https://waldkritik.de.

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