Plurale Ökonomik

Beim Pinkeln im Kupferbau der Universität Tübingen (Hörsaalgebäude) sind mir auf den Kacheln bunte Aufkleber aufgefallen, auf denen jeweils eine Frage gestellt wird. Es handelt sich um eine Aktion des Netzwerks Plurale Ökonomik e.V., die für Pluralismus in der Volkswirtschaftslehre sensibilisieren soll. Es gibt 16 Fragen, die sich VWL-Studierende stellen können, wenn sie einseitig mit den üblichen neoliberalen und neoklassischen Ansätzen konfrontiert werden: „Der Zustand der Volkswirtschaftslehre ist sehr besorgniserregend: Der jahrzehntelange Glaube an die Naturgesetzlichkeit des Marktes als Ergebnis der einseitigen Fixierung auf die Neoklassik, der vorherrschende Modellplatonismus, mangelnde Selbstreflexion und fehlende Methoden- und Theorienvielfalt haben die VWL nicht nur als akademisches Fach in eine Sackgasse geführt: Die Einseitigkeit ökonomischen Denkens trägt auch zu den anhaltenden Krisen (Wirtschafts- und Finanzkrisen, Klima- und Umweltkrisen, Ernährungskrisen usw.) und der damit einhergehenden Perspektivlosigkeit bei.“ (09.07.2016)

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Sticker gegen die „Monokultur des Denkens“ in der Ökonomie. Quelle: Netzwerk Plurale Ökonomik

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