Taxidermie

Tiere als Dekoration für die Wohnung sind in zahlreichen Formen verbreitet: Bilder, Keramiken, Tapeten usw. Im Umkreis von meinem Schreibtisch hausen zwei Eulen, drei Frösche, ein Huhn, eine Schnecke und eine Eidechse. Ein etwas befremdliche Variante sind ausgestopfte Tiere, mit denen als Jagdtrophäen vor allem Repräsentationsräume dekoriert wurden. Die totale Domestizierung des Wildes, Symbole der Herrschaft über die Kreatur. Taxidermie heißt die Kunst, Tiere auf diese Weise zu konservieren. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert. Dazu kann ich ein Buch empfehlen: Alexis Turner: Ausgestopft. Die Kunst der Taxidermie. Brandstätter Verlag, 2013. Wer Sinn für das Skurrile und Bizarre hat, der sollte sogenannte taxidermy fails im Internet ansehen. (26.11.2014)

Taxidermie    Bebenhausen-Baer

Eine typische Jägerstube aus dem Engel in Tennenbach, man speist unter präparierten Schädeln. Und ein ausgestopfter Bär im Dormitorium im Schloss Bebenhausen. Foto: Rainer Halama, Wikimedia Commons.

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