Gedenken

Gleich wenn man den Bahnhof von Krems an der Donau verlässt, fallen sie auf den Gehwegen auf: Weiße Teppiche, die mit Schablonen und Leimfarbe aufgetragen sind. Ein Projekt im öffentlichen Raum der Künstlerin Iris Andraschek, mit dem an das Schicksal von 105 Jüdinnen erinnert werden soll. Jeder Teppich ist anders gestaltet und „hineingewebt“ sind biografische Daten der Frauen, über ihre Flucht, Deportation, Ermordung. Das Projekt ist vergleichbar mit den  Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig, die in Deutschland an das Schicksal von jüdischen Menschen erinnern sollen.

Die Stolpersteine werden bleiben, die Teppiche durch Witterungseinflüsse bald verblassen. Stolperstein: Wikimedia Commons, Teppich-Fotos: St.-P. Ballstaedt (14.11.2021)

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