Gilfen

Wieder einmal ein Wort, das mir im Schwäbischen Tagblatt aufgefallen ist und wohl auch nur hier verstanden wird: gilfen. Im Duden oder im Wortschatz der Universität Leipzig ist das Verb nicht zu finden, wohl aber im Grimm’schen Wörterbuch. Es stammt ursprünglich aus dem Altniederländischen und ist mundartlich besonders im Schwäbischen verbreitet. Seine Bedeutung: eine Mischung aus schreien, jammern, schluchzen. Einen Beleg bei Hans Sachs: „umb hilff ich gilff zu dir, Christe.“ Nach den Grimm’s „im neueren schriftum nur noch als lautmalendes wort für helles, hohes, klagendes schreien von tieren.“ Im Schwäbischen gilfen allerdings auch Menschen. (10.11.2017)

3 Responses to Gilfen

  1. kitkat 13. Juli 2020 at 11:17 #

    Auch hier Postleitzahl 97199 (Mainfranken) bezieht sich gilfen ausschliesslich auf hochtonige Laute/Schreie, die Kinder (aber nicht nur Kleinkindern) erzeugen

  2. Egal 24. April 2020 at 9:16 #

    Keine Ahnung ob das das noch gelesen wird aber bei uns PLZ 68794 wird gilffen benutz um das laute helle schreien von Kindern zu beschreiben. Also wenn es ins sehr hochtonige geht.

    • SP Ballstaedt 24. April 2020 at 11:12 #

      Hallo,
      hier wird alles gelesen!
      Ihre Bedeutung weicht ja nicht von der angegebenen ab, sie wird nur auf die spezielle Tonerzeugung bei Kleinkindern angewandt.

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