Lästling

Da benutzt man sein Leben lang seine Muttersprache und entdeckt noch immer unbekannte Wörter. Der Maulwurf wurde von der Deutschen Wildtier-Stiftung zum Tier des Jahres 2020 gekürt. Bei Gärtnern ist er nicht gern gesehen, dabei – so der Deutsche Schädlingsbekämpferverband  – ist er kein Schädling, sondern nur ein Lästling. Er ist im Erdreich sehr nützlich, denn er lockert die Erde auf, nur seine aufgeworfenen Hügel werden ungern gesehen.

Lästling steht sogar im Duden und ist eine Bildung mit dem Suffix -ing, die im Deutschen oft vorkommt: Liebling, Schützling, Neuling, Findling usw. Substantive, bei denen das Suffix an ein Adjektiv angehängt wird und damit eine Person mit einer bestimmten Eigenschaft charakterisiert, oft auch abwertend wie Feigling, Wüstling, Lüstling, alles Maskulina! Neuere Bildungen sind der Naivling oder der Primitivling. Ausnahmen sind der Frühling und der Schwindling, eine Pilzgattung, zu der z.B. der Knoblauchschwindling gehört. (18.03.2020)

Ein Lästling (talpa europaea) und ein Schwindling (marasmius rotula). Quelle: Wikimedia Commons

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