Andrea Berg

Am Samstag habe eine halbe Stunde in das „Sommer Open Air“ der Sängerin geschaut. Es ist kaum zu glauben, wie sie Fangruppen junger Männer und junger Frauen, aber vor allem Pärchen jeden Alters mit ihrer Musik einfängt. Die Melodien sind schlagertypisch, nach einmal hören, kann man mitsingen. In den Songtexten dominieren bestimmte Wortfelder: Zuerst die Ferne und das Abenteuer: Meer, Wind, Schiff, Seemann, Pirat, Inseln. Dann exotische Orte wie Afrika, Atlantis, Kilimandscharo und natürlich die Palette des Erotischen wie Sehnsucht, Liebe, Nacht, Zärtlichkeit, Herz, Glück, Lust usw. Sie selbst verpasst sich mit den roten langen Haaren, den körperbetonten Kleidern und dem breitbeinigen Stand ein Image des Verruchten, allerdings in einer Form, die auch die Oma noch akzeptieren kann. Man braucht nicht Tiefenpsychologie zu studieren, um zu ahnen, welche Bedürfnisse hier ein Ventil finden. (28.07.2014)

Andrea_Berg_Leipzig_2012

Andrea Berg in einem Konzert in Leipzig am 24.3.2012. Foto: Jean Neef, Wikimedia Commons

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