Für etliche hochschuldidaktische Seminare und Workshops habe ich ein Skript verfasst, in dem es um den sinnvollen und effektiven Einsatz von Medien ging. Meine Skripte wurden immer ergänzt durch möglichst anschauliche Präsentationen und vor allem praktische Übungen. Die Skripte liefern deshalb vor allem die Hintergrundtheorie. (01.07.2016)
Archive | Aktuell
Feinkost
Mein Wort des Monats Juni am am letzten Tag des Monats. Feinkostgeschäfte gibt es neben den moderneren Delikatessenläden. Das Wort „Kost“ bedeutet im Althochdeutschen ursprünglich Wert, Preis, Aufwand, das hat sich in einigen Wörtern erhalten: die Kosten, kostbar, kostspielig. Im Mittelhochdeutschen wird die Bedeutung eingeengt auf den Aufwand für die Lebensmittel. Das Wort „Kost“ im Sinne von Ernährung, Verpflegung ist seit dem 13. Jahrhundert aus dem Mittelhochdeutschen bezeugt. Das Wort hat sich in mehreren Wörtern erhalten: Hausmannskost, Rohkost, verköstigen, Kostgänger, köstlich. Das Verb „kosten“ im Sinne von „aufwenden“ leitet sich aus dem lateinischen „constare“ ab aber das Verb „kosten“ im Sinne von „Geschmack prüfen“ aus dem lateinischen Verb „gustare“. Irgendwie haben die beiden Bedeutungen in der Sprachgeschichte zueinander gefunden. (30.06.2016)

In Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ trällert die Postbotin, hier Cornelia Froboess : „Ich bin die Christel von der Post, klein das Salär und schmal die Kost.“ Quelle: http://blog.sina.com
Bud Spencer
Von seinen schauspielerischen Fähigkeiten hat er selbst nicht viel gehalten und tatsächlich konnte er nur einen Typ spielen, den aber perfekt. Ich habe damals die Prügelfilme angeschaut, heute sind sie mir eher peinlich. Die Stories arg einfältig, die deutsche Synchronisation dümmlich. Bei den Schlägereien kann man die Choreografie bewundern, mit denen die Gegner zu Boden gingen, obwohl die Schläge bei genauem Hinsehen in die Luft ausgeführt wurden. Im Wikipedia-Artikel zu Bud Spencer wird von aufwändig inszenierten Prügelszenen gesprochen. Bei den Aufnahmen soll es aufgrund Spencers starker Kurzsichtigkeit allerdings gelegentlich zu echten Treffern gekommen sein. Die ersten Filme wurden verbal aufgerüstet, aber die Schlägereinen wurden wegen Brutalität deutlich gekürzt. Bud Spencer spielte einen Typ, der sich dem Unbehagen in der Kultur durch grobe Missachtung von Konventionen entzog. Deshalb ist er wohl vielen so sympathisch und man würde gern noch ein letztes Bier (Budweiser) mit ihm trinken. (29.06.2016)
Ciao! Stencil aus Berlin Kreuzberg 2008. Quelle: https://www.flickr.com/photos/berlin-streetart/2396919080
Skript: Wissenschaftliches Arbeiten
Das Skript „Wissenschaftliches_Arbeiten“ habe ich zuletzt im SS 2012 in einem virtuellen Seminar über Moodle eingesetzt. Die Veranstaltung diente der Vorbereitung der Studierenden auf die Bachelorarbeit im Studiengang „Journalismus und public Relations“ an der Westfälischen Hochschule, deshalb oft Bezüge zu diesen Disziplinen. Vorsicht: Die Angaben zur Recherche im Web und die aufgeführten Links sind nicht mehr alle aktuell. (28.06.2016)
Vogel und Wurm
Das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ ist wahrscheinlich die Übersetzung einer englischen Redensart: „The early bird catches the worm“, die bereits 1670 in einem Buch vorkam (genau nachrechechieren konnte ich das heute nicht). Eine schöne Interpretation des Sprichworts auf Youtube.
Jürgen und Irina mit philosophischen Reflexionen an einer Tübingen Hauswand (vergrößern durch Anklicken). Foto: St.-P. Ballstaedt (28.06.2016)
Skript: Eine kurze Einführung in die Psychologie
Meine Skripte für vergangene Lehrveranstaltungen werde ich sukzessive unter Downloads bereitstellen. Heute eine „Kurze Einführung in die Psychologie„, die ich mehrere Jahre lang in Studiengängen der Logopädie eingesetzt habe. Es ist der Versuch, eine erste Orientierung über eine pluralistische Wissenschaft zu geben, die weder inhaltlich noch methodisch einheitlich ist. (27.06.2016)
Steuerflucht
In einer Sprachglosse im SPIEGEL spießt die Journalistin und Schriftstellerin das Wort „Steuerflucht“ auf. Es „vermittelt so erfolgreich die Assoziation einer existenzbedrohenden Gefahr, dass der Steuerflüchtling inzwischen der einzige geworden ist, der schrankenlosen europäischen Schutz genießt.“ Zielländer sind Steueroasen oder Steuerparadiese, aus denen es richtig gemein wäre, jemanden zu vertreiben, der dann auch unter der Last der Steuern zu leiden hätte. Das nennt man Euphemismen, Wörter, die Sachverhalte verschleiern und beschönigen. Steuerhinterziehung klingt illegal, Steuervermeidung fast schon wieder sympathisch. (26.06.2016)
Brexit
Man mag den Briten nachtrauern oder nicht, aber endlich bekommt die EU einen „Weckruf“, wie Herr Martin Schulz festgestellt hat. Was ja wohl bedeutet: Vorher hat sie geschlafen. Immer in Sorge um die Märkte, die globalen Konzerne und die Finanzströme hat man sich um soziale Ungleichheiten, Jugendarbeitslosigkeit, Steuervermeidung usw. wenig gekümmert. Und spätestens in der Flüchtlingspolitik hat sich der Wertegemeinschaft blamiert, denn jeder kocht sein nationales Süppchen. (24.06.2016)
In der Europakarte als politische Karikatur (etwa 1870, zum Vergrößern anklicken) sind England und Schottland isoliert, gemeinsam halten sie Irland an der Kette und schauen giftig auf den Kontinent. – Darunter eine aktuelle Karikatur. Quellen: Wikimedia Commons und www.anticapitalistes.net
Einhörner
Mit dem dreisprachigen Jugendkanal Tilllate.com schmeißt sich die Schweizer Gratis-Pendler-Zeitung „20 Minuten“ sprachlich und thematisch an „die jungen und urbanen Leser“ ran: Urlaub, soziale Netzwerke, Festivals, Partys, Sex, Livestyle, Selfies und Werbekampagnen. Ein paar hübsche Beispieltitel: Auch Blinde wollen Pornos schauen; Für 100 Likes gibt es ein Tittenfoto; Anleitung zum One-Night-Stand; Die gängigsten Partylügen der Welt; 300 Mädchen und kein einziger BH; Das macht man nur im Suff; Nackte haben in deiner Präsentation nichts verloren. Ja, so ist die Jugend! (21.06.2016)
Kecke Werbung für das Handyspiel „Robot Unicorn Attack“ in der Printausgabe von „20 Minuten“. Scan: St.-P. Ballstaedt
Handtaschenraub

Das Warnschild ist aus Tallinn, der Hauptstadt von Estland, aber wäre auch in Deutschland an vielen Stellen angebracht, denn der Handtaschenraub hat sich zu einer verbreiteten Kriminalitätsform entwickelt. Foto: Max Steinacher (19.06.2016)




