Frauentag

Überall in Tübingen hängt ein Wahlplakat der FDP-Landtagskandidatin Irene Schuster, das Anstoß erregt hat, vor allem bei einer Frau, die einen Leserbrief an das Schwäbische Tagblatt geschrieben hat. Sie ärgert sich über die Pose der Kandidatin, denn damit werde das alte frauenfeindliche Klischee bedient, „Frauen müssten ihre körperlichen Reize einsetzen, wo es an Kompetenz fehlt.“. Die Unterstellung: Frau Schuster hat inhaltlich nichts zu bieten und stellt deshalb ihre Figur aus. Aber wer bedient hier eigentlich ein frauenfeindliches Klischee? Frau Schuster steht selbstbewusst da, wie viele männliche Kandidaten auf Wahlplakaten auch, die sich selbstbewusst, lässig und dynamisch präsentieren. Einer der in der Wahl bemühten Experten für Körpersprache würde wahrscheinlich ein gewisse Angriffslust in der Pose analysieren, aber sicher keine inhaltliche Inkompetenz. (08.03.2021)

Die verärgerte Leserbriefschreiberin ist übrigens Frau Petra Seitz, eine Kandidatin der Linken, allerdings nicht im Wahlkreis Tübingen. Foto: St.-P. Ballstaedt

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