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Verbotene Symbole

Die SPD-Fraktion des Baden-Württembergischen Landtags hat sich für ein Verbot des Z-Symbols ausgesprochen, das man auf vielen russischen Militärfahrzeugen in der Ukraine entdecken kann. Das Z ist ein Symbol für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, wer es in Deutschland zeigt, unterstützt damit den völkerrechtswidrigen Angriff.

Zerstörter russischer Panzer in der Ukraine mit Z-Zeichen. Quelle: Wikimedia Commons. Übrigens: Auch Zorro, der Rächer der Armen, hat seine Einsätze mit einem Z dokumentiert. Er war allerdings moralisch und im Angriff erfolgreicher als die Russen.

Das Verbot des Zeichens ist rechtschaffen gedacht, aber mit dem Verschwinden eines Symbols ist die die Gesinnung, für die es steht, ja nicht verschwunden. In der Bundesrepublik sind etliche rechtsextremistische Zeichen verboten, die für verbotene Organisationen stehen, nicht nur das Hakenkreuz, sondern auch das Gau-Abzeichen, das SA-Abzeichen, der SS-Totenkopf usw. (ausführlich in Wikipedia). Das Verbot führt zu sonderbaren Problemen, darf z.B. das zerbrochene oder durchgestrichene Hakenkreuz straffrei benutzt werden? Nach dem BGH ja, wenn das Symbol „offenkundig und eindeutig“ die Gegnerschaft zum Nationalsozialismus zum Ausdruck bringt. Bei historischen Filmaufnahmen muss eine Genehmigung zum Zeigen des Symbols eingeholt werden. Ein als SS-Mann verkleideter Schauspieler mit der doppelten Siegrune auf dem Kragen darf aber das Set nicht verlassen. Durch das Verbieten des Symbols wird der Rechtsextremismus nicht bekämpft, sondern nur aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt. Zudem werden bald Ersatzsymbole oder Abkürzungen eingeführt, z.B. steht 88 für „Heil Hitler“, das H ist der achte Buchstabe des Alphabets. (28.03.2022)

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Kriegsbilder

Kriegsfotografie ist Teil der Kriegshandlungen. Bilder dienen als visuelle Argumente, um politische Ziele zur verfolgen, sei es mit seriöser Information oder manipulativer Desinformation.

Der Dritte Golfkrieg 2003 wurde mit einer Rede des amerikanischen Außenministers Colin Powell vor dem Sicherheitsrat gestartet, die er mit einer Präsentation unterstützte, deren Bilder angeblich den Besitz von Massenvernichtungswaffen im Irak belegten. Sie zeigten meist Luftaufnahmen aus Quellen des Militärs und der Geheimdienste, die für den Laien schwer interpretierbar waren. Die Existenz von Massenvernichtungswaffen wurde behauptet und mit Aufnahmen begründet, auf denen angeblich Chemiefabriken und unterirdische Waffenlager zu sehen waren. Diese Bilder dienten als visuelle Rechtfertigung für einen Krieg, obwohl – wie wir heute wissen und Colin Powell inzwischen zugegeben hat – die Bilder falsch interpretiert wurden.

Die Putin-Russen behaupten jetzt vor dem Sicherheitsrat, dass in der Ukraine chemische und biologische Waffen hergestellt würden, allerdings legen sie keine Belege vor, auch keine Fotos. Auch hier besteht der Verdacht, dass dies nur als Vorwand dienen soll, um selbst derartige Waffen einzusetzen.

Ein Folgebeispiel für die Politik mit Bildern ist die Berichterstattung, die den Irakkrieg als klinisch saubere Unternehmung ohne Opfer und Tote zeigt, um die Zustimmung zum Einsatz militärischer Mittel zu erleichtern. Embedded Journalists begleiteten die US-Truppe, deren Berichterstattung Wort für Wort und Bild für Bild durch einen Presseoffizier zensiert wurde. Die Berichterstattung ist Teil der militärischen Strategie.

Im Libanonkrieg Israels gegen die Hisbollah im Juli/August 2006 konnte man nur bestimmte Fotos in den Fernsehnachrichten sehen: Auf der israelischen Seite die üblichen Gefechtsstände mit Soldaten, die durch Ferngläser schauen, viele fahrenden Panzer und Luftaufnahmen des Militärs, die ein klinisch sauberes Bombardement auf militärische Ziele  zeigen. Auf der Gegenseite sehen wir flüchtende Zivilisten und es werden verletzte und tote Körper, vor allem auch von Kindern, in die Kamera gehalten. Aber wir sehen nicht einen Kämpfer der Hisbollah. Die Bilder beider Seiten sind an die Weltöffentlichkeit gerichtet: Während Israel mit Bildern argumentiert, die begrenzte und verlustarme Militäraktionen als Reaktion auf Raketenbeschuss zeigt, schafft es die Hisbollah Israel als Aggressor und sich als Opfer zu visualisieren. Der Historiker Gerhard Paul (2004) schreibt dazu. „Die Bilder überlagern mittlerweile den realen Krieg, so dass der Erfolg militärischer Kampagnen weniger an ihrem wirklichen Verlauf als an ihrer medialen Interpretation gemessen wird.“

Und jetzt Kriegsbilder aus der Ukraine. Es gibt nur wenige unabhängige Journalisten, die ihr Leben in Kampfgebieten riskieren. Bilder oder Videos von Kampfhandlungen gibt es keine, auch Soldaten sind nie zu sehen, schon gar keine toten Soldaten. Wieder viele Luftaufnahmen, diesmal von Drohnen. In den angegriffenen Städten vor allem zerschossene Wohnblöcke mit Einsatz der Feuerwehr und von Nothelfern. Zivilisten verschicken mit dem Smartphone aufgenommene Videos von den Zerstörungen. Opfer sieht man selten und dann verpixelt. Hier besteht das medienethische Problem, wieviel man vom Grauen des Krieges in die Wohnzimmer schicken soll. Die Verifizierung aller Bildern ist ein großes Problem, auf dass die Fernsehanstalten immer hinweisen.

Die Bilder in den staatstreuen russischen Medien zeigen angeblich siegreich voranrückende Panzer und Lastwagen, aber die könnten auch auf dem Rückzug sein, das sieht man den Videos nicht an. Im Netz kursieren unzählige Videos mit visuellen Argumenten für Putin und den Krieg, z.B. ein Ukrainer, der eine weiße  Fahne schwenkt, oder Präsident Selensky, der  mit einem Hakenkreuz auf dem Trikot der Nationalmannschaft zu sehen ist. Es gibt gefakte Blogger, Propaganda-Filme des Verteidigungsministeriums oder der Geheimdienste.

Menschen vertrauen ihren Augen, sie sind auf die digitalen Möglichkeiten der visuellen Manipulation nicht vorbereitet. (22.03.2022)

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Notizen

Beim Aufräumen sind sie mir wieder in die Hände gefallen: Notizbücher, Kladden, Hefte, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben. Ich trage immer ein Büchlein bei mir, in das ich einen flüchtigen Gedanken eintragen kann. Blättere ich die alten Notate durch, so sind viele banal, aber es gibt auch Blitzlichter des Geistes. Oft sind es nur Stichworte, deren gedanklichen Kontext ich nach einige Zeit selbst nicht mehr rekonstruieren kann, es bleiben oft Gedankeninseln. Die Notate sind von der Sorge angetrieben, dass ein kreativer und nützlicher Gedanke verloren gehen könnte. Notieren ist autistisch, mir wäre es peinlich, wenn eine Notizheft anderen in die Hände fiele.

Der Kommunikationswissenschaftler Hektor Haarkötter hat ein Buch über die Kulturgeschichte des Notierens vorgelegt, in der er nicht nur berühmte Notierer wie Leonardo da Vinci, Georg Christoph Lichtenberg oder Ludwig Wittgenstein untersucht, sondern an dem Material auch eine Theorie des Notizzettels als Form von Kreativität und Schreiben entwickelt. Das Denken mithilfe von Notizen ist fragmentarisch, unabgeschlossen, flüchtig. Aber aus geordneten Notaten in Zettelkästen oder an Pinwänden entstehen auch zusammenhängende Werke, z.B. bei Niklas Luhmann oder Arno Schmidt. (14.03.2022)

Hektor Haarkötter: Notizzettel. Denken und Schreiben im 21. Jahrhundert. Frankfurt am Main: S. Fischer.

Eine Halde von Notizen: Sätze, Stichworte, Verweise. Meist mit Bleistift schnell niedergesudelt, in der Bahn, in Vorträgen, im Café. Foto: St.-P. Ballstaedt

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Newspeak

George Orwell beschreibt in seinem Roman »1984« einen totalitären Staat Ozeanien, in dem durch Sprachpolitik das Denken gesteuert werden soll. Orwell geht dabei von einer engen Beziehung von Sprache und Denken aus: Durch Kontrolle des Vokabulars, d.h. Verbieten von Wörtern und Einführung neuer Wörter werden bestimmte Gedanken nicht mehr denkbar. Vor allem Euphemismen spielen dabei eine Rolle: Negativ besetzte Wörter werden durch positiv klingende ersetzt: Das Kriegsministerium wird z.B. zum Minipax, zum Ministerium für Frieden. Wer abweichende Sprachformen benutzt, der macht sich eines Gedankenverbrechens (Crimethink) schuldig.

Was der Roman beschreibt, können wir jetzt in Russland beobachten. Putin hat ein neues Gesetz unterschrieben, das für die Verbreitung angeblicher „Falschinformationen“ über den Angriff auf die Ukraine bis zu 15 Jahre Haft vorsieht. Die Worte „Krieg“, „Invasion“ „Angriff“ dürfen nicht benutzt werden, es handelt sich im Newspeak um eine „militärische Spezialoperation“. Sie dient der Befreiung des ukrainischen Volkes vor Nazis und Faschisten. Strafen drohen ebenfalls, wenn Berichte die Armee „verunglimpfen“, es darf nur über militärische Erfolge berichtet werden. Das erinnert sehr an die „alternativen Fakten“, an die wir uns unter Donald Trump gewöhnen mussten.

Einer der perfekten Beherrscher des Newspeaks ist der russische Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow, die Stimme seines Herrn. Seine aberwitzigen Darstellungen und Interpretationen der Ereignisse sind kabarettreif. (12.03.2022)

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Ausscheidungskommunikation

Auf dieses interessante Wort bin ich beim Querlesen einer Zeitung gestoßen und es hat mich in den dazugehörigen Artikel gelockt. Es geht um das Thema Sauberkeitserziehung, die aber jetzt Ausscheidungsautonomie genannt wird, das neue Wort soll nicht mehr die Erziehung fokussieren, sondern die Entwicklungsleistung des Kindes. Es geht darum, ob man Kleinkinder nicht windelfrei lassen sollte. Ein Baby, das drei Jahre lang Wegwerfwindeln trägt, produziert 1,5 Tonnen Müll! Verzicht auf Windeln ist also eine ökologische Großtat, wobei man nicht vergessen sollte, dass die meisten Kinder dieser Erde ohne Windeln aufwachsen.

Um das das Baby aber rechtzeitig über einem Behältnis oder im Freien abzuhalten, sozusagen eine artgerechte Haltung, müssen die Bezugspersonen das Baby genau beobachten und präexkrementelle Signale richtig deuten. Signale können sein: bestimmte Laute, plötzliche Unruhe, angestrengte Mimik und viele mehr, bei jedem Baby andere. Die Pflegeperson sollte die Ausscheidung mit einem Schlüssellaut begleiten. Für Kaka eignet sich ein Laut aus dem Bauchraum wie ein “uuuuuh” oder ein “mmmmhm”, für Pipi ein “pssss” oder “schschsch”. Auf diese Weise wird das Kind verhaltenspsychogisch gesprochen konditioniert. Befürworter der Windelfrei-Bewegung betonen, dass diese Ausscheidungskommunikation eine intensivere Beziehung zum Kind befördert. Natürlich werden Trainings dazu angeboten. (07.03.2022)

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Gebete

Bibel TV hat eine großflächige missionarische Plakatkampagne gestartet, die zum Gespräch mit Gott einladen sollen. Auf sieben Plakatwänden bekennen Menschen, warum sie beten. Für die theologisch nicht versierten Lesenden ist dabei Befremdliches zu lesen. Zwei Beispiele:

Ich bete, weil das Gebet mit Gott kein Monolog ist.

Ist das Gebet nicht ein klassisches Beispiel für einen Monolog? Oder antwortet Gott auf das Gebet, kommt ein Dialog zustande? Welches Zeichensystem oder Medium wird dabei genutzt?

Ich bete, weil es nichts Schöneres gibt, als die Nähe Gottes zu erfahren.

Was erfährt der junge Mann da genau? Religiöse Gefühle sind ein schwieriges Thema. Sie sind nicht fassbar und viele Menschen haben nie welche gehabt. Es handelt sich wohl um einen besonderen mentalen Zustand, in den sich manche Personen immerhin ohne Drogen versetzen können.

Ostern steht bevor und der Papst wird in alter Tradition für den Frieden beten. Aber wurde dadurch ein einziger Krieg verhindert? Auch jetzt vernimmt man in den Gottesdiensten Gebete für Frieden in der Ukraine, aber dass sie erhört werden, kann man nicht erkennen. Im Gebet drückt sich psychologisch die Hilflosigkeit der Menschen aus, die einen Übervater suchen, der ihre Probleme löst. Deshalb wird auch für das Klima, gegen die Armut, für die Kranken und Sterbenden gebetet, sogar für die Vernunft unserer Politiker.

Ein Motive der Plakatserie: Beten als Psychohygiene. Quelle: bibeltv.de

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Liebesbriefe

Einen Tag nach dem Valentinstag soll an eine Textsorte erinnert werden, die zwar Ihre volle Blüte wohl im 19. Jahrhundert hatte, aber auch heute noch digital weiterlebt: der Liebesbrief. Eine Definition: „Ein Liebesbrief ist ein Schreiben an eine geliebte Person , in welcher Liebesgefühle explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht werden.“ Die Sprachwissenschaftlerin Eva Wyss an der Universität Koblenz-Landau hat ein Liebesbriefarchiv aufgebaut, in dem etwa 25 000 Texte aus allen gesellschaftlichen Schichten gesammelt werden, nicht nur die Ergüsse von Dichtern und Denkern. Im Verbundprojekt mit dem hübschen Titel „Gruß und Kuss – Briefe digital“ werden handgeschriebene und getippte Briefe bis zu E-Mails, Whatsapp-Chats und SMS-Nachrichten digitalisiert und so der Forschung zugänglich gemacht. Das war sogar dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine dreijährige Förderung wert.

Mit den Schriftstücken lässt sich ein Stück Kulturgeschichte schreiben, vor allem was den sprachlichen Umgang mit Gefühlen betrifft. Im 19. Jahrhundert waren es vorwiegend strategische Werbebriefe von Männern (mit Darstellung der finanziellen Verhältnisse). Die Briefe wurden mit Muße und rhetorisch ausgefeilt verfasst. Mit den neuen Medien hat sich die Liebeskommunikation verändert, sie ist sprachlich kürzer, wirkt aber spontaner und ist oft mit Emojis garniert. Die Germanistin Eva Wyss hat das Material unter verschiedenen Aspekten ausgewertet und zahlreiche Veröffentlichungen dazu vorgelegt. Zu bestimmten Themen – heimliche Liebe, Liebe auf Distanz, Liebe in Krisen – werden Bürgerwissenschaftler*innen beteiligt, eine Forschungsstrategie, die in der Soziologie (Citizen Science) oder den Geisteswissenschaften (Public Humanities) immer beliebter wird. (15.02.2022)

Briefkasten in Frankfurt am Main mit handschriftlicher Ergänzung. Quelle: Karsten Ratzke, Wikimedia Commons

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Lehnwörter

Das Verb „boostern“ ist zum Anglizismus des Jahres 2021 gewählt worden. Im Englischen gibt es das Substantiv „booster“, das entsprechende Verb ist eigentlich selten, hier hat die deutsche Sprachgemeinschaft nachgeholfen. In der Begründung der Jury wird darauf hingewiesen, dass das Wort eine eindeutige Kommunikation ermöglicht, die Vergänglichkeit des Impfschutzes betont und zudem einen „optimistischen und dynamischen Beiklang“ habe. Na ja, „auffrischen“ klingt eigentlich auch ganz fesch.

Die Initiative von Prof Dr. Anatol Stefanowitsch bekämpft die Anglizismen nicht, sondern würdigt ihren positiven Beitrag zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes. „Wer Deutsch spricht, spricht auch etwa 120 andere Sprachen“, so der Germanist und Journalist Matthias Heine, der ein Büchlein über eingewanderte Wörter geschrieben hat. Jede Sprache nimmt im Kontakt mit anderen Sprachen Wörter auf und gibt auch welche ab. Manchen Wörtern ist eine fremde Herkunft noch anzumerken, wie z.B. Theater, Anorak, Orkan, andere sind so eingedeutscht, dass der Ursprung nicht mehr erkennbar ist, z.B. Familie, Grenze, Streik. Eine Sprache ist kein abgeschlossenes System in einem Endzustand, deshalb ist es unsinnig, dass immer wieder von der „Reinheit“ der Sprache gefaselt wird, die geschützt werden muss. Sprachpuristen gehen seit Jahrhunderten gegen fremde Eindringlinge vor. Im Barock waren es Latinismen und Gräzismen, Philipp von Zesen (1619-1689) hat dazu erheiternde Vorschläge unterbreitet: Tageleuchter für Fenster, Entgliederkunst für Anatomie, Krautbeschreiber für Botaniker. Im 19. Jahrhundert standen vor allem Gallizismen aus dem Französischen auf der Abschussliste. Hier hat sich Eduard Engel (1851-1938) einige schöne Eindeutschungen ausgedacht: schicksalig für fatal, Öltunke für Mayonnaise, Drogenhändler für Drogist. Diese ausgedachten Wörter haben meist keine Chance, in den Sprachgebrauch aufgenommen zu werden.

Heute stehen bei Sprachpflegern besonders Anglizismen auf der Liste der unerwünschten Eindringlinge. Der Verein Deutsche Sprache und einige Einzelkämpfer wollen sie weitgehend aus der deutschen Sprache verbannen. Aber aus drei Gründen macht es für die Kommunikation durchaus Sinn, andere Sprachen anzuzapfen:

  1. Oft gibt es kein treffendes Wort in der eigenen Sprache, man müsste etwas umständlich umschreiben. Ein Beispiel ist Mobbing. Als deutsche Wörter wurden von der Aktion lebendiges Deutsch Gruppenpöbeln oder Mürbsticheln vorgeschlagen!
  2. Der Anglizismus hat eine andere Bedeutungsnuance als das entsprechende deutsche Wort: Beispiele: Event und Ereignis, Kids und Kinder, Interview und Gespräch. Dazu gehört auch boostern.
  3. Mit Fremdwörtern kann man sich von anderen Gruppen abgrenzen. Beispiel: die Jugendsprache oder die Fachsprachen. Jeder kann sich als Virologe fühlen.

Also begrüßen wir die neuen Wörter, die uns die Pandemie beschert, sie erleichtern uns die Kommunikation auf einem Gebiet, über das wir vor zwei Jahren noch kaum etwas zu sagen hatten. (03.01.2022)

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Symbolbild

Was zum Nachdenken: Was kann uns dieses Bild sagen? Zum Vergrößern ins Bild klicken. Foto: St.-P. Ballstaedt (30.01.2022)

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